Wie aus dem Nichts

Heute würde man die Gründung von B&W  im Jahre 1989 als Start-up bezeichnen: Ein Unternehmen aus dem Nichts heraus. Ohne Kapital, ohne Technik, ohne Räumlichkeiten und natürlich ohne Mitarbeiter. Getragen allein von der Idee und dem enormen Engagement der Gründer, eine zeitgemäße, innovative Werbeagentur im Ruhrgebiet zu etablieren. In der Zwischenzeit ist vieles geschehen, vieles hat sich rasant verändert. Eines ist jedoch geblieben und wird auch in Zukunft für Erfolg sorgen: Die ungebrochene Dynamik, Kreativität und Innovationslust

des Unternehmens!

 

1989

Gründung der B&W  MEDIA-SERVICE Rainer Braam & Frauke Weber GbR. Das "2-Mann-Unternehmen" oder besser: Das "Eine-Frau-und-ein-Mann-Unternehmen" hat enormen Erfolg. Es etabliert sich rasch und erhält umfangreiche Agenturaufträge. Schwerpunkt ist die Komplettproduktion (Text, Fotografie, Gestaltung, Satz, Produktionsüberwachung) und der Vertrieb von Kundenzeitungen für regionale Unternehmen.

 

1992

Die rasante Entwicklung des Unternehmens macht den Wechsel der Rechtsform sinnvoll: Gründung der B&W  MEDIA-SERVICE Werbe- und Verlagsgesellschaft mbH. Erste Aufträge aus der Touristikindustrie, insbesondere von der damaligen LTU-Gruppe, führen zu der Entscheidung, die Agentur auf diese Branche zu spezialisieren. Zur besseren Marktpositionierung und Kundenakquisition werden in der Folgezeit ein Reiseführerverlag, ein touristischer Formularverlag und eine touristische Bild- und Informationsdatenbank aufgebaut. Projekte, die allesamt Erfolgsgeschichten schreiben.

 

1995

Das enorme Wachstum des Auftragsvolumens und - damit verbunden - des Druckvolumens führt zur Übernahme des Druckereibetriebs eines langjährigen Lieferanten in Dortmund. Von Beginn an wird dabei der Plan verfolgt, das Unternehmen technisch und räumlich auszubauen und näher an den Essener Unternehmenssitz heranzurücken.

 

1995

Kauf der 1874 erbauten, idyllisch auf den Ruhrhöhen gelegenen Volksschule von Essen-Unterbyfang.

 

1997

Nach fast dreijähriger, sehr aufwändiger Renovierung wird die Schule als neuer Unternehmenssitz bezogen:

Ein architektonisches Juwel, das rund 25 Mitarbeitern Platz bietet.

 

1998

Kauf von Teilen des Betriebsgeländes der ehemaligen Zeche Holland in Bochum Wattenscheid von der Landesentwicklungs-gesellschaft NRW als Standort für den Druckereibetrieb. Mit Fördermitteln der Stadt, des Landes, der Bundesrepublik und der Europäischen Union wird die Ruine der Maschinenhalle zu einer dreigeschossigen Logistik- und Lagerhalle wieder auf- und umgebaut. Zugleich beginnt B&W  den ebenfalls subventionierten Neubau einer Doppelhalle für die Druckerei und die Weiterverarbeitung mit angeschlossenem Bürotrakt auf demselben Gelände.

 

2001

Einweihung des neuen Druck- und Logistikzentrums im Industriegebiet Zeche Holland nach fast dreijähriger Planungs- und Bauzeit. Insgesamt stehen hier rund 5.000 m² Betriebsfläche sowie 3.000 m² Außenfläche zu Verfügung. Das Gesamtobjekt befindet sich im Eigentum von B&W. Um weitere Expansionsfläche vorzuhalten, erwerben die Gesellschafter zusätzlich ein großzügiges Nachbargrundstück.

 

Mitten in der stärksten Expansionsphase von B&W  erschüttert der Anschlag vom 11.September die deutsche Touristikindustrie, den Kernmarkt von B&W. Die Folge: Aufträge brechen weg! Mit aller Energie versucht B&W  in der Folgezeit zusätzliche Unternehmensbereiche zu erschließen und in anderen Branchen Fuß zu fassen.

 

2002

B&W  übernimmt den Skandinavien-Versandhandel "NORDIS".

B&W  steigt in das boomende ebay-Geschäft ein und wird rasch zum PowerSeller in 7 europäischen Ländern.

(Beide Bereiche werden später wieder veräußert, nachdem das eigentliche Agenturgeschäft wieder boomt.)

B&W  sucht die Idee, den Schlüssel für den erfolgreichen Einstieg in andere Branchen. Das Wundermittel wird gefunden: "e-box-one"!

 

2003

Mit e-box-one präsentiert B&W  eine internetbasierte Beschaffungsplattform, die den zentralen Einkauf von Werbe-/Geschäftsdrucksachen und sonstigen Verbrauchsmaterialien für Filialisten und Konzerne extrem vereinfacht und verbilligt. Das neue Angebot richtete sich zunächst an Reisebüroketten und touristische Großunternehmen. Für die damalige Zeit revolutionär: Die Software erlaubt die dezentrale Veränderung und Individualisierung von Drucksachen sowie den Import von Fotos über das Internet. Bereits im ersten Jahr nach Marktstart implementieren mehr als 6.000 Konzern- und Kooperationsreisebüros die B&W -Lösung in ihre Intranets.

 

e-box-one wird zum Türöffner für B&W  in anderen Branchen. Immer mehr Unternehmen, auch außerhalb der Touristik, können mit und für e-box-one gewonnen werden. Diese erfolgreiche Entwicklung hält bis heute an.

 

2008

Gründung der gemeinnützigen Frauke-Weber-und-Rainer-Braam-Stiftung. Sie hat vor allem zwei Tätigkeitsschwerpunkte:

die Förderung sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher und den Tierschutz.

 

2010

Der „Reviermanager“ macht es in Ausgabe 05/2010 amtlich: B&W  MEDIA-SERVICE ist die größte Agentur des Ruhrgebiets. Außerdem ist unsere Druckerei nun FSC®-zertifiziert. Das Zertifikat des FSC (Forest Stewardship Council) kennzeichnet Druckprodukte, die auf Papier aus nachhaltiger Waldwirtschaft hergestellt sind.

 

Die Gründerin und geschäftsführende Gesellschafterin Frauke Weber stirbt nach langer und schwerer Krankheit.

 

2012

B&W  entwickelt einen neuen Unternehmensschwerpunkt: den Handel mit Werbeartikeln. Hierzu wird ein Team aus Top-Spezialisten der Werbeartikelbranche zusammengestellt. Neue, maßgeschneiderte Produktideen, kostengünstiger Einkauf dank bester Vernetzung nach Fernost sowie die termingetreue Produktion, Veredelung und Auslieferung von Werbeartikeln sind ab sofort ein weiterer Leistungsbaustein von B&W .

 

2016

Über Jahre hinweg sind immer wieder neue Anforderungen, Funktionen und Prozessbereiche in e-box-one implementiert worden. Die Software ist inzwischen so komplex, dass es immer schwieriger wird, sie zu pflegen und zu aktualisieren. Es wird daher entschieden, die Plattform komplett neu zu programmieren, um sie zukunftssicher zu machen. Wegen der enormen Komplexität der Software werden externe Spezialisten hinzugezogen. Für die Arbeiten werden zwei Jahre projektiert.

 

2017

Die Unternehmensführung wird neu geordnet. Jürgen Lehmann, seit 2014 Geschäftsführer, verantwortet den Unternehmensbereich "Non-Touristik", Brigitte Szuplinski wird zur Geschäftsführerin berufen und verantwortet den Bereich "Touristik". Senior-Geschäftsführer Rainer Braam ist für die Bereiche e-commerce und Unternehmenskommunikation zuständig.

 

Der fleißigste Schneider hat den schlechtesten Anzug. Will sagen: Wer stets für die Kundschaft aktiv ist, kommt nicht dazu, am eigenen Erscheinungsbild zu feilen. Das soll sich massiv ändern. Präsenz in den sozialen Medien, aktive Presse- und Medienarbeit, zeitgemäße Unternehmensdarstellungen, Webshops, Online-Druckerei ... Für diese und weitere Zukunftsprojekte wird ein Team junger Profis zusammengestellt, die das, und nur das tun.